Biographie

ALEXANDER MAYR

Tenor

Alexander Mayr erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Rahmen der Wiener Sängerknaben. Sein Gesangsstudium begann er zunächst am Salzburger „Mozarteum“ und schloss dieses bei Prof. Franz Lukasovsky an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ab.

Er gilt als Spezialist für hohe Tenorpartien und so bilden Rollen aus diesem Fach, wie etwa die Nase und der Wachtmeister in Schostakowitschs “Nase”, der Astrologe in Rimski-Korsakows “Goldenem Hahn” oder der Student Arkenholz in Reimanns “Gespenstersonate” den Schwerpunkt seines Repertoires. Da bereits früh mit der Musik der Moderne in Berührung gekommen, feierte er viele Erfolge als Interpret zeitgenössischer Musik: so etwa als Schreber in Uraufführung der gleichnamigen Oper von Peter Androsch am Klagenfurter Stadttheater und in der Titelpartie der Oper “Ion” beim Aldeburgh Festival und dem Almeida Festival in England, als Kaufmann in Rihms “Jakob Lenz” im Rahmen der Salzburger Festspiele, oder im Frühjahr 2011 mit der Tenorpartie in der international beachteten Opernuraufführung von Stockhausens “Sonntag aus Licht” an der Kölner Oper.

Sein traditionelles Repertoire vom Barock bis zur Romantik umfasst Opern- und Operettenpartien aus dem Charakter- dem Lyrischen- und dem Spielfach, wie u.a. den Mengone (Der Apotheker/Haydn), Basilio (Le Nozze di Figaro), Janek (Vec Makropulos/Janacek), Armande (Graf v. Luxemburg), Brioche (Lustige Witwe), Stanislaus (Vogelhändler), Spalanzani, sowie Franz/Cochenille/Pitichinaccio/Andreas (Hoffmanns Erzählungen), Trin (La Fanciulla del West/Puccini), Scaramucio (Ariadne), Protagonist (Protagonist/Weill), uvm.

Unter der Leitung namhafter Dirigenten und Regisseure, wie etwa Stefan Soltesz, David Perry, Ivan Anguelov, Toshiyuki Kamioka, Peter Keuschnig, Johannes Kalitzke, Christoph Loy, Brigitte Fassbänder, Andrea Schwalbach, Stein Winge, Sir Peter Ustinov, La Fura dels Baus, uvm. war Alexander Mayr in den letzten Jahren u.a. an den Theatern in Innsbruck, Klagenfurt, Basel, Luzern, Lübeck und Oldenburg, für die Opernszene Wien, die Neue Oper Wien, die Musikwerkstatt Wien und das Sirene Operntheater Wien, an der Wiener Kammeroper, der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, der Oper Köln, am Wuppertaler Opernhaus, an der Oper Kiel, der Opera Zuid in Maastricht, am Aalto Theater Essen und an der Frankfurter Oper, bei den Operettenfestspielen in Bad Ischl, sowie für das Aldeburgh und das Almeida Festival (London), für das Osterklang Wien Festival und das Internationale Kammeropern Festival in Zwolle/NL, die Salzburger Festspiele und die Bregenzer Festspiele engagiert.

Mit dem Radiosymphonieorchester Wien, der Camerata Academica Salzburg, der Nordwest-deutschen Philharmonie, dem Ensemble Contrechamps und anderen Orchestern war Alexander Mayr mit  verschiedenen Konzertprogrammen, wie etwa Orffs „Carmina Burana“ oder Opern- und Operettengalas u.a. im Wiener Konzerthaus, im Konzerthaus Dortmund, im Linzer Brucknerhaus, im Radio Studio Ernest Ansermet in Genf, im großen Saal des Mozarteums in Salzburg, oder auch der Salzburger Aula zu hören. Neben seiner Tätigkeit als Tenor stand Alexander Mayr immer wieder auch als Countertenor auf der Bühne.

Seine Diskographie umfasst CD-Einspielungen von Carl Orffs „Carmina Burana“, Michael Mautners „Dantes Fest“, eine CD und Video Live-Aufnahme von Claudio Monteverdis „Orfeo“ aus der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und eine DVD Live-Aufnahme von Ernst Kreneks „Karl V.“ von den Bregenzer Festspielen 2008.

Alexander Mayr betreut Studierende als Professor für Gesang an der Hochschule für Musik in Genf und als Dozent für Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er unterrichtet regelmäßig Meisterklassen, u.a. an der Hochschule für Musik in Genf, der Ferdinand Rebay Musikakademie in Heiligenkreuz sowie im Rahmen der Internationalen Sommerakademie Lilienfeld.

Seit einigen Jahren widmet sich Alexander Mayr auch intensiv der künstlerisch wissenschaftlichen Forschung  zu den Themenbereichen “historische Gesangstechniken und Gesangsästhetik”, “historische Aufführungspraxis von Vokalliteratur” als auch “Gesangsphysiologie” und “akustische Phänomene der Phonation”.  Mit Auszeichnung wurde er im Oktober 2014 für sein künstlerisch wissenschaftliches Dissertationsprojekt “Die voce faringea, Rekonstruktion einer vergessenen Kunst” (www.voce-faringea.com)  an der Kunstuniversität Graz zum Dr. art. promoviert.